Treffpunkt Kapelle
Treffpunkt Kapelle in Eschringen am Donnerstag, den 11.06.26, 18:30 h
Ein christlicher Missionar wanderte tapfer durch die Wüste, als eine hungrige Löwenfamilie brüllend auf ihn zusprang. Der fromme Mann kniete nieder, schloss die Augen und betete: „Lieber Gott, lass die Löwen friedlich und fromm werden.“ Ringsum Stille. Als er die Augen vorsichtig öffnete, knieten die Löwen vor ihm im Sand, die Pranken gefaltet und beteten: „Komm, Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast. Amen.“
Das Gebet des Missionars wurde offensichtlich erhört, denn die Löwen falteten fromm ihre Pranken zum Tischgebet. Aber ich vermute mal, das war nicht das, was der Missionar mit seinem Gebet tatsächlich erreichen wollte. Also eine Gebetserhörung und doch keine?
Jesus Christus ist unser Herr. Er ist unser Gott, der uns sieht und der uns hört. Er bestimmt den Lauf der Welt und hält unser Leben in seiner Hand. Wir neigen deshalb in vielen Situationen dazu, zu akzeptieren, dass Gott weiß, wie es weitergeht und wir daran nichts ändern können. Aber ist es denn wirklich so, dass wir in der Beziehung zu Jesus nicht unsere Vorstellung im Gebet einbringen können? Ist es vielleicht sogar so, dass wir viel zu wenig beten, weil wir vermeintlich keine unmittelbare Veränderung nach Gebet sehen oder – wie in unserer Geschichte – eine Veränderung, die nicht dem entspricht, was wir uns gewünscht haben? Oder es ändert sich tatsächlich nichts und es gibt einen Grund, den wir erst im Rückspiegel begreifen? Wir wollen uns bei unserem nächsten Treffpunkt Kapelle, am 11.06.26, 18:30 Uhr, in der Laurentiuskapelle in Eschringen ansehen, was die Bibel zu dem Thema Gebet und Gebetserhörung sagt. Jedermann und jedefrau ist dazu herzlich eingeladen.