Der Ort

Verkehrslage
Ortseingangsschild, angefertigt für 1100 Jahre Eschringen
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Der Stadtteil Eschringen liegt gut 10 km südöstlich vom Zentrum Saarbrückens inmitten eines anmutigen Landschaftsmosaiks aus Streuobstwiesen, Weiden, Wäldern und Äckern, das (auch) erdgeschichtlich zum Bliesgau gehört.

Von Saarbrücken-St. Johann aus fährt man über die B 51 bis Brebach, biegt dort auf die in Richtung Blieskastel führende L 107 ab und gelangt über Fechingen nach Eschringen. Schneller noch bringt die Stadtautobahn den PKW-Fahrer von (Alt-) Saarbrücken über die A 6 zur Ausfahrt Fechingen und von dort über die L 107 nach Eschringen.

Die L 239 verbindet Eschringen mit Ensheim, dem Flughafen Saarbrücken und der früheren Kreisstadt St. Ingbert.

Als öffentliche Verkehrsmittel stehen die Busse der Saarbahn GmbH (Linie 120) zur Verfügung. Sie gewährleisten einen regelmäßigen Verkehr über Brebach (mit Anbindung an die Saarbahn) und Fechingen nach Eschringen und von dort weiter nach Ensheim und Ormesheim. Regionalbusse ermöglichen darüberhinaus die (beschränkte) Weiterfahrt in den Bliesgau.

Infolge des modernen Fahrverkehrs über die Hauptstraßen verkümmerten die einst öffentlichen alten Fahrwege von Eschringen aus nach Bliesransbach, Gräfinthal, Bliesmengen-Bolchen und über den Neuhof nach Bebelsheim zu einfachen Feldwegen. Nur der Weg in Richtung Bebelsheim ist bis zum Ponsheimer Hof einspurig für Autos befahrbar. Im weiteren Verlauf endet er allerdings vor dem hohen Zaun der Ormesheimer Mülldeponie.

Fläche und (ehemalige) Gemarkung

Eschringen gehört seit 1974 zum Stadtbezirk Halberg und bildet die südöstliche Ecke des Saarbrücker Stadtgebietes. Seine Gemarkung erstreckte sich von 7° 5’ bis zu 7° 6’ 51″ östlicher Länge und von 49° 10’ 38″ bis zu 49° 12’ 9″ nördlicher Breite. Der ehemalige Bannbezirk gleicht auf der Karte einem Romboiden mit den zwei spitzen Winkeln in Nordnordwest und Südsüdost und den stumpfen im Osten und Westen. Die Diagonale von Süden nach Norden misst etwa 3,5 km, die von Ost nach West 2,25 km. Der Bachlauf teilt den alten Bann in zwei etwa gleiche Hälften. Nach Gemeindemitteilung vom Jahre 1969 beträgt der Flächeninhalt 335 ha. Davon waren 1969 3,213 ha bebaut, 272,674 ha landwirtschaftlich genutzt und 59,113 ha bewaldet. Gegenüber den Nachbardörfern ist die Eschringer Gemarkung sehr klein (gewesen).

Im Westen grenzte sie an den Fechinger und im Norden an den Ensheimer Bann, im Osten stößt sie an den Ormesheimer und im Süden an den Bliesransbacher Bann. Während Ensheim und Fechingen wie Eschringen zur Landeshauptstadt Saarbrücken und zu dem Stadtbezirk Halberg gehören, ist Ormesheim im Osten Ortsteil der Gemeinde Mandelbachtal und zugleich Behördensitz. Bliesransbach im Süden wurde im Jahr 1974 nach Kleinblittersdorf eingemeindet.

Landschaft und Siedlung

Eingebettet in duftende Wiesen und fruchtbare Felder mit vielen Obstbäumen zeigt Eschringen auch als Stadtteil von Saarbrücken noch ländlichen Charakter.

Es liegt im Tal des nun amtlich so bezeichneten „Saarbaches“, der früher nur im Oberlauf diesen Namen trug, im Mittelauf aber Eschringer Bach und im Unterlauf Fechinger Bach hieß. Für viele Eschringer ist es einfach „die Bach.“

Die im Süden durch Puhschbach (offiziell Buschbach) und Hembach, im Norden durch den Kimmbach unterteilten Fluren steigen in mehrere Geländestufen aufwärts von 220 m im Talgrund bis auf 360 m über dem Meeresspiegel. Sanfte Hügel ringsum rahmen das reizvolle Landschaftsbild, der Ransbacher Berg im Süden (368/373 m), der Gebberg im Westen (331 m), der Wickersberg im Norden (361 m), der Ormesheimer Berg (385 m) und der Koppelberg (360 m) im Osten. Den Wickersberg ausgenommen, decken Mischwälder die Höhen.

Beiderseits des Bachs wuchsen die Häuser seit dem Mittelalter vom Tal heraus die Hänge aufwärts bis zu einer Geländestufe, welche der Wasserlauf in der Diluvialzeit der Erde zwischen unterem und mittlerem Muschelkalk formte.

Natur- und Vogelschutzgebiete sind im Überwald und in der Sitters (mit Feuchtbiotopen, die der NABU betreut) ausgewiesen. Ein großes Wegenetz lädt zum Spazieren und zum Wandern ein. Diverse Strecken hiervon gehören zum Saarland-Rundwanderweg.

Einwohner

Anlässlich der Volkszählung im Jahre 1970, also noch vor Einbeziehung Eschringens in die Stadt Saarbrücken, registrierte die Gemeinde 490 Haushaltungen mit 1.545 Personen. Davon waren 736 männlichen und 768 weiblichen Geschlechts. Seither nahm die Wohnbevölkerung kontinuierlich ab. Am 31.12.1998 lebten in Eschringen nur noch 1.364 Einwohner. In nur sieben Jahren (1991: 1.424) ist die Eschringer Bevölkerung folglich um 4,2 % zurückgegangen. Inzwischen hat sich die Zahl der Einwohner stabilisiert (2006: 1.371).